Langkawi, Malaysia – Phuket, Thailand

16.9. – 29.9.2011

Nachdem wir Papa Sievi an den Flughafen gebracht haben und ihm mit einigem von unserem Gepäck Adieu sagen mussten, fuhren wir mit dem Taxi wieder zurück und kauften mit Rebi und Dani noch ein bisschen Proviant ein für die Überfahrt nach Phuket. Im Duty Free verprassten wir unsere letzten Hiesigen und die Wassertanks füllten wir im Royal Langkawi Yacht Club auf. Wir brachten doch tatsächlich den ausgeliehenen Wasserfilter der Nachbarn zum Platzen :-( . Tja, im Supermarkt kauften wir gerade zwei Neue, denn auch die „Sunrise“ wird in Thailand weiterhin einen solchen brauchen.

Auf dem Weg nach Koh Adang besuchte uns kurz ein Delphin, beim Fischen waren wir noch immer nicht erfolgreich und nach 10 Stunden ohne Wind kamen wir am Ankerplatz an. Bereits am nächsten Tag ging es weiter nach Koh Rok Nok und Ko Rok Nai. Am Morgen fuhren wir noch unter Motor, doch am Nachmittag hatte der Wind erbarmen und frischte endlich auf. Am neuen Ankerplatz suchten wir die im Führer versprochene Sandbank und fanden viele Korallen. Plötzlich rumpelte es und es wurde uns klar, dass die aussehenden 5m Wassertiefe nicht zutrafen. Zum Glück kamen wir durch schnelles Handeln ohne grösseres Problem wieder ins freie Wasser. Wir entschlossen uns kurzerhand einfach die Boje vom Nationalpark zu schnappen und nicht weiter nach sandigem Ankergrund zu suchen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Koh Phi Phi. Der Wind meinte es gut mit uns und wir kamen mit bis zu 25kn Wind zügig voran. Als dann eine grosse, dunkle, bedrohende Wolke mit viel Regen immer näher kam, waren beide Segel schon gerefft und wir waren bereit alle klatsch nass zu werden. Dann ging alles ganz schnell: Wind bis zu 36kn und eine Schräglage wie wir sie auf der „Sunrise“ noch nie erlebt haben. Wir schossen in den Wind, weil der Ruderdruck zu gross war und liessen schnell das Gross ganz herunter. Genua rein und unter Motor mit dem Wind von hinten wetterten wir diese Regenwolke ab. Als wir dann Koh Phi Phi wieder erblickten, war der Kurs zu unserem Ankerplatz zwar ganz anders, aber immerhin die Distanz nicht wieder mehr geworden. In der Ton Sai Bay von Koh Phi Phi Don liessen wir dann den Anker fallen und genossen die nächsten Tage dort. Wir erkundeten das Dorf zwischen den beiden grossen Buchten und buchten einen Tauchtrip für den nächsten Tag. Der erste Tauchplatz war vor der Viking Cave von Koh Phi Phi Le. Das künstliche Riff aus Stahlträgern war vor allem mit Anemonen und den Anemonen Fischen übersät. Im zweiten Tauchgang um Koh Bida wurden wir dann vor allem mit Korallen belohnt. Nach einem eher hektischen Ende des Tauchganges, denn das Tauchschiff erwartete uns nicht so weit draussen und deshalb mussten wir wegen dem grossen Schwell, der an die Klippen rollte heftig Richtung unterdessen bereits anfahrendes Tauchschiff paddeln, fuhren wir in die ruhige Bay zurück. Am Abend genossen wir das Piratenessen an Land, nachdem uns beim Fisch Doktor die kleinen gefrässigen Fischleine unsere Füsse geputzt hatten. In den ersten Minuten kitzelte es sehr, doch dann wurde es immer angenehmer und wir fanden es sehr spassig unsere Füsse in diesen grossen Fischaquarien zu halten und angeknabbert zu werden. Weil wir noch nicht weiter wollten blieben wir einfach noch einen Tag vor Anker, genossen den Tag mit Lesen und am Abend gönnten wir uns eine Massage. Nach einem gemütlichen Nachtessen am Strand führen wir mit dem Dinghy wieder zur „Sunrise“ und achteten darauf, dass uns keines der Long Tail Boote der Einheimischen über den Haufen fährt :-) .

Nun war der Wind wieder einmal verschwunden und deshalb motorten wir nach Ao Chalong, Phuket. Dort klarierten wir endlich ein, denn bis dahin waren wir offiziell noch gar nicht eingereist… Ein computerisiertes Einklarieren überraschte uns. Wir füllten alles aus und dann kam das Warten. Tja, die lieben Thailänder haben Computer, wissen aber nicht wie man sie bedient… Schlussendlich bekamen wir den Stempel und mussten nicht einmal etwas dafür bezahlen!

Zurück an Bord holten wir Rebi und Dani, damit wir alle zusammen Shoppen gehen konnten. Auf der Suche nach dem Tesco, thailändische Migros, erblickten wir einige Tauchgeschäfte, Bars und viel Verkehr. Beim Italiener assen wir eine köstliche Pizza mit vielen kleinen Vorspeisen, eine willkommene Abwechslung zum Thai Food, und gingen danach im besagten Tesco Frisches einkaufen. Sogar eine Auswahl an Wurst und Fleisch gab es dort! Alles was gekühlt werden muss, sprich auch Yoghurt oder Käse, ist Mangelware bei den einheimischen Markts und somit auf der „Sunrise“.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu einem schöneren Ankerplatz, den wir bei Koh Naka Noi fanden. Dort besuchten wir die Pearl Farm. Zuerst schauten wir bei den Jungs auf dem Wasser an, wie sie die Austern in ihren Netzen aus dem Wasser nehmen und putzen und dann wieder ins Wasser legen. Am Land erfuhren wir dann, dass die Saison noch nicht begonnen hat und sie deshalb noch keine Führungen machen. Auch haben sie keine Perlen ausser die eine zum Zeigen. Wir haben in den Tuamotus bereits genug von den schwarzen Perlen gekauft und sind deshalb nicht zu sehr enttäuscht. Jedoch hätte Rebi wohl gerne ein Souvenir nach Hause genommen… Nach kurzem verholen nach Koh Kaka Yai genossen wir den Abend mit einer Movie-Night.

Nur noch wenige Tag und unsere zwei Gäste müssen wieder nach Hause… deshalb fuhren wir noch kurz, leider wieder mal ohne Wind, zum Ankerplatz Koh Yang. Um die Ecke ist dort der berühmte „James Bond Felsen“. Hunderte von Schnellbooten mit Touristen vollgepackt finden den Weg täglich auch dort hin. Weil das Wetter es nicht so gut mit uns meinte, verbrachten wir einen ganzen Tag unter Deck. Es tropfte an verschiedenen Stellen hinein… Wir liessen uns unsere Stimmung aber nicht verderben und machten einfach einen faulen Tag. Dani versuchte sein Glück mit unserer Fischerangel und wir schauten alle zusammen Filme von unserer grossen Auswahl auf der Festplatte im Kino „Sunrise“. Eine Regenlücke schnappten wir am nächsten Tag und fuhren mit dem Dinghy zum Drehort von „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Dank Rebi wussten wir, dass es dort tatsächlich Souvenirstände hat und deshalb packten wir ein wenig Geld ein. Wir kurvten einmal um den empor ragenden Stein, liessen uns von den Touristen abknipsen und schauten uns am Strand um. Tja, die Souvenirs waren sehr mager, dafür war die grosse Höhle im Kalkstein beeindruckend. Überhaupt ist die Region hier oben in Phang Nga Bay mit den markanten Felsen absolut traumhaft! Mit Sonne wäre es natürlich noch besser! Immerhin regnete es nur heftig als wir in der Höhle im Trockenen waren und danach wieder als wir bereits zurück auf der „Sunrise“ sassen :-) . Unser Timing war super!

Dann mussten wir leider bereits zur Yacht Haven Marina auf Phuket, denn Rebi und Dani verliessen uns am nächsten Tag. Den letzten Abend verbrachten wir im „the Haven“ Restaurant. Nochmals Thaikost für unsere Freunde und mit Billiardspielen rundeten wir den Abend ab. Auf der „Sunrise“ nahmen wir noch einen Schlummertrunk und verpassten doch tatsächlich den Beginn meines Geburtstages…

Mit einem üppigen Frühstück verabschiedeten wir Rebi und Dani. Es war super mit euch beiden an Bord! Wir hoffen es hat euch trotz Regen, wenig bis kein oder viel zu viel Wind und lediglich Fischen von Abfall trotzdem gefallen!?

Sodelädeli, nun genug für heute, was wir alles an meinem Geburtstag unternommen haben und die weiteren Abenteuer in Thailand werden folgen. Nun lassen wir unseren 2-Jahr-auf-Weltreise-Tag noch gemütlich ausklingen…

Eine Antwort zu “Langkawi, Malaysia – Phuket, Thailand”

  1. MAPA sagt:

    Bericht mit grossem Genuss gelesen und Fotos angeschaut! Eure 2-Jahresabwesenheit haben wir erst am 18(!!) realiiert…. Die Fischlein an den Füssen sehen aber gr….. aus, lieber mit den Füssen im Badewasser pur! Hat’s wenigstens gut getan?
    Wünschen noch einen gemütlichen und wunderschönen Abschluss in dieser berühmten und interessanten Gegend! Bis dann!!

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