Langkawi – Phuket

12.-29.9.2011

Gastartikel von Rebi

Unser Flug verlief einiges ruhiger als der von Sievi – wettertechnisch gesehen, ansonsten bin ich immer noch der Auffassung, dass die Finnair, die Fluggesellschaft ist, die den Rekord im ständig Reden hält. Etwa über Bangkok fing dann das Flugzeug ziemlich stark an zu schütteln – von einem Gewitter fehlte jedoch jede Spur – aber wir bekamen keinen Kaffee und Tee zum Frühstück serviert wegen der Turbulenzen. Wir landeten pünktlich in Singapur und bezogen unser Zimmer im Hotel Crown Plaza direkt am Flughafen. Es ist ein super Hotel mit einem mega schönen Pool. Wir zogen also unsere Badesachen an und hüpften ins Wasser. Plötzlich sahen wir eine Hochzeitsgesellschaft, die auf Stühlen neben dem Pool warteten und tatsächlich wurde einige Minuten später die Braut zu der Gesellschaft geführt. Es war für uns ein etwas komisches Gefühl daneben im Pool zu sein, aber na ja das Hotel ist für alle da.

Am nächsten Morgen flogen wir weiter nach Langkawi. Dort wurde ein Taxi für uns organisiert: An den Hafen in Kuah zur Adler-Statue (dies die Beschreibung für den Treffpunkt von Silvia). Also dann los – der Taxi-Fahrer fragte nochmals nach, konnte jedoch so schlecht Englisch, dass ich ihm kurzerhand eine Adler-Statue auf ein Blattpapier malte (sie sah ganz schlimm aus, aber der Mann brachte uns danach ans richtige Ort) und ich dachte nur ganz ruhig Rebi, du bist wieder in Südostasien.

Es klappte alles. Wir warteten ca. 10 Minuten und dann kam Silvie angehüpft, juhuiiiiii, Simon im Schlepptau (ohne hüpfen ;-) ). Nach einem freudigen Wiedersehen, fuhren wir mit dem Dinghi zur Sunrise, auf der der Matrose Sievi wartete. Wir quartierten uns ein und dann gab es zuerst mal Kaffee und Kuchen, dass ist mal ne Begrüssung.

Die nächsten vier Tage können im Bericht von Sievi nachgelesen werden – ausser dass ich nicht auf den Masten ging, sondern nur Dani, haben wir nichts hinzuzufügen.

Am Morgen wurde Sievi von Silvie und Simon auf den Flughafen gebracht. Dani und ich schliefen aus und bereiteten das Frühstück vor. Danach gingen wir einkaufen, da wir ne längere Strecke vor uns hatten. Wir reisten aus Malaysia aus und machten uns auf nach Thailand mit genügend Proviant an Bord.

Und endlich hatten wir Wind und was für einen. 2 Tage segelten wir in Schräglage, sodass ich und die Tabletten namens Stuggeron, wie auf dem Segeltörn in Griechenland, beste Freunde wurden. Ich ging nur unter Deck, wenn ich auf’s Klo musste oder schnell irgendetwas holen (Brille, Buch, Jacke etc.). Wie Simon da unten kochen konnte, ist mir vollkommen schleierhaft. Dani machte sich auch nicht schlecht und wusch vielmals das Geschirr ab – wie ist mir auch vollkommen unverständlich, tja. Aber es war herrlich im Cockpit zu sitzen, den Wind ins Gesicht geblasen zu bekommen und sich von den Wellen anspritzen zu lassen. Bis dahin sind wir immer dem schlechten Wetter davon gefahren und übernachteten in traumhaft schönen Buchten mit stahlblauem Wasser fern von jeglichem Tourismus. Es war einfach wunderbar.

Aber Silvie und Simon haben immer etwas auf Lager, wenn ich dabei bin (sprich sogenannte Premieren). Diese Premieren fingen damit an, dass wir in eine Koralle fuhren, da plötzlich das Wasser seicht wurde, juhuiiii. Dani tauchte unter das Boot und fotografierte das Ruder – alles halb so schlimm. Leider wissen wir nicht wie es der Koralle geht, hoffentlich gut.

Am nächsten Tag hatten wir wieder ordentlich Wind und segelten Richtung der Insel Koh Phi Phi. Auf Koh Phi Phi wollten wir ein paar Tage bleiben und tauchen gehen. Die Insel war schon in Sicht und mit ihr der Regen. Wir fuhren direkt auf eine schwarze Wand zu und dann auch hinein, womit wir zu einer weiteren Premiere kamen. Wie so schön auf Seemannssprache gesagt: „Nachdem uns eine Böe erwischte, wuschen wir die Rehling.“ Für alle Nicht-Seemänner und -frauen, wir standen so schief auf dem Wasser, dass ich fast senkrecht auf dem Tischbein stand. Der Regen wurde uns ins Gesicht geschleudert, Silvie machte die Genua los und Dani und ich zogen sie ein, damit nahmen wir dem Wind jegliche Angriffsfläche und wir standen wieder gerade. Puhhhhhh, wir waren alle bis auf die Unterhosen nass. Ausserdem hat uns diese blöde Böe weg von der Insel Phi Phi geblasen und wir hatten nun eine Stunde länger als geplant, huiiiii. Ich war ehrlich gesagt sehr froh, als wir in der Bucht von Phi Phi ankerten. Wir nahmen ein Bad im warmen Wasser – unglaublich war während der ganzen Reise, dass es regnen konnte, dass Meer aber immer super schön warm war und dass die Temperatur nie abkühlte.

Die nächsten Tage verbrachten wir auf Koh Phi Phi – man kann dort super shoppen gehen, eine weitere Attraktion war das Fisch-Spa und zum Schluss liessen wir uns bei einer Massage verwöhnen mit abschliessendem Abendessen (ich war auf meiner Weltreise letztes Jahr schon auf Koh Phi Phi und kannte ein super schönes Hotel mit guten Massagen und Essen). Unser Tauchtrip war auch ganz lustig – vor allem weil wir auf das Boot der Tauchschule von unserem Boot aus springen mussten. Die Tauchgänge selber waren abwechslungsreich – mal ganz schlimm mit einem Artificialreef, das überhaupt noch nicht überwachsen war bis hin zu Teilen mit wunderschönen Korallen.

Weiter ging es nach Phuket – wir mussten dort einklarieren, bis jetzt waren wir wohl eher illegal in Thailand. Dies war kein Problem und wir konnten nun erstmals mit gutem Gewissen Thailand betreten ;-) . Der Anblick war nicht so toll, denn das Klische von Thailand bestätigte sich – Bars mit jungen Damen und älteren Herren. Wir gingen schnell einkaufen und dann wieder ab aufs Schiff.

An den letzten Tage unseres Urlaubs besuchten wir eine Perlenfarm und übernachteten in einsamen Buchten zwischen kleinen teilweise unbewohnten Inseln. Die Regenzeit machte ernst und es regnete stundenlang. Wir nahmen es gemütlich mit lesen und Filme schauen. Ein kleinen Ausflug mit dem Dinghi zum James Bond Felsen, bei dem es von Touristen wimmelte.

Dann war es Zeit in den Hafen bei Phuket einzufahren. Den letzten Abend rundeten wir mit einem guten Abendessen und mehreren Partien Billard ab. Auf dem Schiff verschliefen wir dann sogar Silvie’s Geburtstag, den wir am Morgen darauf mit Kaffee und Kuchen dann feierten. Dann kam der Moment des Abschieds. Es waren super schöne Wochen mit euch beiden. Vielen, vielen Dank.

Eine Antwort zu “Langkawi – Phuket”

  1. admin sagt:

    Liebe Rebi und lieber Dani

    wir haben uns auch sehr gefreut mit Euch zu segeln und ein paar Premieren zu erleben. Es war zwischendurch wirklich sehr abenteuerlich und wir haben auch sehr gemütliche Stunden gehabt.
    Vielen Dank nochmals für die Frigor Schoggi und das Rivella! Das hat uns die Heimat gleich ein Stückchen näher gebracht.

    Dich Rebi haben wir schon das 2. Mal auf unserer Weltreise getroffen! Das war super und wir haben uns sehr gefreut. Das machen wir mal wieder! :-)

    Simon und Silvia

Hinterlasse eine Antwort