Archiv für Juni 2010

Bora Bora – Cook Islands – Niue – Tonga – Fiji

Montag, 21. Juni 2010

19.5.2010 – 16.6.2010

Pünktlich um 12 Uhr erfolgte der Startschuss der nächsten Rennstrecke von Bora Bora nach Suwarrow, östliche Insel der Cook Islands. Leider hatten wir sehr wenig Wind und so kam es, dass wir bereits am zweiten Tag den Motor zuschalteten um wenigstens ein Wenig vorwärts zu kommen. Einen Tag später erreichten wir die magische Zahl: 10′000 sm sind wir nun bereits auf unserer Weltreise gesegelt :-) Zur Feier des Tages fingen wir dann auch noch einen Bonito und der zweite entwischte. War vielleicht besser so, denn einmal 2 kg Fisch reicht uns vollkommen für die nächsten Tage.
Dann kam der Tag der Entscheidung Suwarrow trotz wenig Wind anzulaufen und 110 sm mehr zu motoren (falls mehr Wind kommt könnten wir natürlich auch seglen) oder die Cook Islands auszulassen und rechtzeitig mit den anderen, einiges schnelleren Yachten in Niue zu sein und die gewonne Zeit dort zu verbringen. Einstimmig wurde der Kurs geändert und sehr bedauert, dass die Sunrise vor allem bei wenig Wind einfach nicht schneller zu segeln ist.
Eines Morgens machte uns Reiner das super Angebot die Sunrise von Australien nach Malaysia zu segeln. Er würde uns mit gutem Gewissen gerne seine Sunrise anvertrauen, für einige Monate nach Deutschland fliegen und im Oktober/November die Sunrise in der neuen Destination wieder übernehmen. Wir kamen heftig ins Grübeln, denn so ein Angebot kommt nicht wieder. Weil das Ganze aber nicht als Überführung ohne Kosten unsererseits angeboten wurde, sondern wir Abstriche im Aufenthalt in Australien oder Neuseeland machen müssten, machten wir den Vorschlag lediglich bis Bali mit der Sunrise zu segeln. Somit könnten wir von Mackay bis Darwin mehr Zeit für unsere Australienentdeckung haben und ihm trotzdem den gewünschten Deutschlandaufenthalt ermöglichen. Leider kam der „Deal“ jedoch nicht zustande, weil er die Yacht nicht in Bali bereits wieder übernehmen will.
Nach neun Tagen und 2 weiteren Bonitos an der Angel erreichten wir Niue (zugehörig zu Neuseeland, aber weitestgehend eigenständig). Die Insel ist ein grosser Fels mit Klippen von 25m Höhe Mitten im Pazifik und hat super freundliche Leute. Bereits am nächsten Tag machten wir einen sensationellen Tauchgang mit einer unendlichen Sichtweite. Die freundlichen Seeschlangen bewunderten uns genauso wie wir sie. Die Höhlenformationen waren atemberaubend und Anne, die Instruktorin und Inhaberin der einzigen Tauchschule auf Niue, erzählte uns von den zahlreichen Buckelwalen, die in wenigen Tagen/Wochen hier eintreffen werden. Soviel vorweg, wir verpassten das Schnorcheln mit den Kolossen, denn die World ARC ist einfach nicht in den besten Zeiten für das Wildlife unterwegs, sondern in den besten wetterbezogenen Zeiten. Am Abend kochten die Einheimischen für uns und zeigten ihre Tänze. Keith, der Commodore des Niue Yacht Clubs, führte uns während eines ganzen Tages mit seiner Frau auf der Insel herum und zeigte die verschiedenen von Land aus begehbaren Höhlen inklusive das natürliche Whirlpool des Königs von Tonga :-) Mit einer kleinen Gruppe besuchten wir auch eine riesige Tropfsteinhöhle mit Führer und bekamen zur Erfrischung eine süsse Trink-Kokusnuss.
Einen Tag vor unserer Abfahrt nach Tonga erfuhren wir, dass der erste Buckelwal von einem Fischer gesichtet wurde! Guter Hoffnung vielleicht auf dem offenen Meer einen zu sehen, legten wir ab.
Frühmorgens hörten wir in unserer Koje einen kräftigen Klatsch und nahmen an, dass eine Welle wie üblich an die Sunrise geschlagen hat. Reiner kam jedoch ganz aufgeregt zu uns und erzählte, dass wir gerade von einer 3 m Flucke eines Buckelwales nassgespritzt wurden! Er hörte einen Blas, schaute sich genauer um, konnte aber in der Dämmerung nichts erkennen und als er den zweiten Blas hörte ging es keine Sekunde und der Wal hob seine riesige Fluke, greifbar nahe der Sunrise, und verschwand in der Tiefe. Weil wir unter Segel und ohne Motor fuhren hat uns der Wal wohl erst sehr später wahrgenommen und ist mindestens so erschrocken wie Reiner, kurzum abgetaucht. Zum Glück hat er die Sunrise nicht getroffen und ist heil davon gekommen. Am gleichen Tag wollte der Zufall nochmals eine Begegnung. Dieses Mal aber sehr unspektakulär. Silvia war am Ruder und übergab für einen kurzen Toilettengang das Ruder an Simon. Prompt: „Silvia, Silvia ein Buckelwal nur 50 m weg vom Boot!!!“ Tja, Simon blieb der einzige an Bord, der den Wal sah…
Nach 3 Tagen auf dem Wasser kamen wir in Tonga an und suchten den verlorenen Freitag. Die Datumsgrenze war wohl hungrig und klaute uns den 4. Juni. Bei einem traditionellen Abendessen mit den hiesigen Tänzen verbrachten wir einen tollen Abend mit den ARC Yachties. Die Tänze hier haben kleine, elegante Hand- und Armbewegungen und die Zuschauer stecken den Tänzern Geld auf die mit Öl eingeriebenen Arme.
Weil wir unterdessen doch schon sehr nahe bei Australien sind, nutzten wir den von Freitag auf Montag kurzfristig durch den König verschobenen Feiertag, um uns bei verschiedenen Firmen per Internet zu bewerben. Das kleine Dorf war nämlich wie ausgestorben, nur wenige kleine Läden hatten offen. Wir kontaktierten auch den bekannten Haiforscher Jürg Brunschweiler (Uni Zürich) und Mike Neumann, Inhaber der Tauchschule in Fidschi, wo die Forschung betrieben wird. Kurzum bekamen wir Minuten später von Mike die Antwort, wir sollen uns bei unserer Ankunft in Suva bei Ihm melden. Jürg antworte hoffentlich bis dann noch, denn er sei für das Wissenschaftliche zuständig. Wir können auf jeden Fall bei ihm tauchen kommen und die Bekanntschaft mit den Bullenhaien und anderen hier vorkommenden Haien machen.
In Tonga gingen wir noch auf eine Tagestour in den Botanischen Garten und lernten die Fauna kennen. Sie zeigten uns, wie die Profis eine Kokusnuss aufmachen, die verschiedenen Verarbeitungen der Kokosfasern und -blättern, der Cava (Wurzel) sowie die Frucht des Nonubaumes. Letzteres ist ziemlich grausig zum Trinken, jedoch hilft es vielleicht gegen Schuppenflechten und so kam es, dass Simon allmorgendlich einen Schluck Tongamedizin trinkt.
Einen Tag später teilte uns Reiner überrumpelnd mit, dass wir in zwei Tagen wieder ablegen und nicht wie besprochen weitere Inseln in Tonga besuchen werden. Er müsse den Termin mit seinen neuen Gästen in Fidschi einhalten. Sauer argumentierten wir und Wolfgang gegen eine so frühe Abreise, denn nach unserer Berechnung könnten wir sehr wohl noch vor 2 weiteren traumhaften Inseln ankern und diese erkunden. Zusätzliche Reservetage und stricktes Einhalten der 24h- Ausklarierungsregel waren jedoch die Gegenargumente. Genervt gingen wir auf unseren ersten Tauchgang in Tonga. Karen und Paul, auch zwei Meeresbiologen, welche sich das Tauchbusiness hier aufgebaut haben und in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung verschiedene Projekte auf die Beine stellen, waren unsere Guides. Die Sichtweite war nicht mehr ganz so atemberaubend wie in Niue. Die Korallen waren sehr schön, nicht ganz so üppig wie wir es vom Roten Meer kennen. Wir sind einfach schon zu verwöhnt. Die Seeschlangen in der einen Höhle auf einem trockenen Felsen und die beiden Baby-Schwarzspitz Riffhaie in einer anderen Höhle waren die Highlights. Am Abend gingen wir eine hervorragende Holzofenpizza essen und danach die legendäre Lady-Boy-Show schauen. So ein Quatsch! Alte Männer mit Frauenkleider tanzen und die neuseeländischen Touristinnen jubeln…vielleicht war auch einfach unser Alkoholspiegel zu tief.
Bereits am nächsten Tag mussten wir nun tatsächlich die Vorbereitungen für die verfrühte Abfahrt von Tonga in Angriff nehmen. Das schlagende Argument ist nun die aufkommende Wetterstörung zum Ende der nächsten Woche. Laut Reiner müssen wir unbedingt vorher bereits in Fidschi sein. Wie wir ja wissen, ist eine Vorhersage von länger als 3 Tagen sehr wohl ungenau und somit hoffen wir, dass die Störung nicht zu schnell wandert und wir genau hinein segeln noch bevor wir in Suva ankommen…
Auf der Überfahrt fingen wir zur Abwechslung einen Thunfisch (5 kg) und nach dem Passieren der Lau-Gruppe (östlichste Inselgruppe von Fidschi) sahen wir Pilotwale! Müde kamen wir um 9h Morgens in Suva Harbour an. Wir frühstückten gemütlich und schliefen nochmals bis dann endlich die Herren für das Einklarieren an Bord kamen. Erfreulicherweise ging das zügig voran und wir konnten schon bald an Land. Wir informierten Mike über unsere Ankunft und erfuhren, dass wir doch am nächsten Tag nach Pacific Harbour fahren sollen und ihn im Uprising Beach Ressort zum Lunch treffen sollen. Das Taxi dorthin war zwar überrissen teuer, aber wir wollten uns nicht auf die fidschianischen Busfahrer und deren Busse verlassen. Das Gespräch war super und wir verabredeten für die kommenden 10-14 Tage bei Bequa Adventure Divers tauchend die Bekanntschaft mit den Forschungsobjekten, denn Bullenhaien, zu machen. Mit Jürg sollen wir direkt die möglichen Projekte besprechen. Er hat bereits per eMail mitgeteilt, dass wir bei dem Baby-Bullenhai-Fischen im nahe gelegenen Fluss mithelfen können. Dies ist eine Vorstudie, welche von seinem angestellten Meeresbiologen Eronie in Zusammenarbeit mit den Fischern gemacht wird. Wir freuen uns auf die kommenden Wochen an Land mit Bullenhaiforschung und dem Tauchen.
Genaueres über die Zeit mit B. A. D. und unserem Aufenthalt im Dorm vom Uprising Beach Resort wird folgen. Ein Bildchen zum Vorgeschmack schon mal hier:
Ein kapitaler Bullenhai bei unserem ersten Sharkdive. Mal kucken wie gut die Bilder beim nächsten Tauchgang mit diesen wunderschönen Tierchen werden....  :-)

Tahiti Perl Regatta

Donnerstag, 10. Juni 2010

10.5.2010 – 19.5.2010

Die Tahiti Perl Regatta (TPR) ist eine Plauschregatta, welche aus dem Trainingsrennen am ersten Tag und 4 Rennetappen an den folgenden Tagen besteht. Am Abend ist jeweils ein Social Event mit einheimischen Tanzvorführungen und einem Essen. Wir sowie andere Boote der World ARC nehmen daran teil.
Der erste Eindruck der Organisation war leider ziemlich schlecht und verbesserte sich während des ganzen Rennens nicht wirklich. Dafür waren die Parties am Abend super, denn dort trafen wir die halbe ARC Flotte und networkten eifrig. Am Trainingsrennen des ersten Tages blieben alle ARC Yachten ausser einer im Hafen, denn wir sind genug oft am Segeln und wollen bei wenig Wind und Regen lieber das ganze Geschehen von der Mole aus beobachten. Das erste Signal ist 10 Minuten vor dem Start und zeigt die P Flagge. Danach kam das 5 Minutensignal mit der M Flagge für den Start der Kategorie der Katamarane (Monohull). Weitere 5 Minuten später das Startsignal der langsamen ersten Gruppe und nochmals 5 Minuten später das Startsignal der schnellen zweiten Gruppe, in welcher wir komischerweise eingeteilt wurden. Zwei Yachten nutzten die verschiedenen Starte sogar um ihr Starttiming zu verbessern… Wir waren froh im Trockenen zu sitzen.
Am Abend war dann bereits die erste Party mit Tanzvorführungen. Der Spass begann richtig, als Simon geholt wurde und ihm ein Pareo (traditioneller Wickelrock für Frauen und Männer) umgebunden wurde. Tapfer liess er an sich die hohe Kunst des Pareobindens zeigen. Nach ihm noch drei weitere Männer, alle zu Beginn nicht sehr begeistert aber sie zeigten den einen oder anderen Hüftschwung und wurden vom Publikum bejubelt :-)
Am nächsten Morgen dann der erste Startschuss. Die Etappe ging von Raiatea nach Bora Bora. Wir legten einen formidablen Start hin. Die Yacht neben uns war ca. 2 m vor uns und wurde wegen Frühstart zu einer 360° Drehung um die eigene Achse bestraft. Somit waren wir gerade noch im grünen Bereich und düsten los. Es ging jedoch nicht lange und wir kämpften mit den hintersten Yachten um das Schlusslicht. Peter auf seiner Asolare, Amel 54, packte seinen Genaker aus und schwups, war er weg. Wir hatten schon die schnellst mögliche Beseglung gesetzt und konnten somit nicht mehr Geschwindigkeit zulegen. Nicht verwunderlich war, dass vor allem die schwer beladenen Yachten der World ARC am Ende des Feldes sich tümmelten. Einige richtige Racer, ohne Wasser, Essen, Diesel und den ganzen Krimskams, welchen Fahrtensegler wie die World ARC Yachten mit sich führen, segelten mit Leichtigkeit mit dem wenigen Wind allen davon. Vor dem Pass überholten wir dann die Gand Filou, eine Shipmann Seaway 63, denn sie steckte im Riff fest. Wie es genau geschah wissen wir nicht, auf jeden Fall konnte die Wild Tigris, eine Swan 76, grösste Yacht der World ARC, die Gran Filou herausziehen ohne grössere Schäden an der Yacht zu verursachen. Vom Riff sprach natürlich niemand. Bereits im Pass von der Startinsel Raiatea „verhungerten“ wir, denn der Wind stellte ab. Wir berechneten unsere Ankunftszeit nach Sonnenuntergang. Somit werden wir die Zielline nicht zeitig erreichten und als „did not finish“ klassiert werden. Unser Ziel war rechtzeitig bei Tageslicht und für die Party am Abend anzukommen. Deshalb schalteten wir den Motor ein, was uns natürlich disqualifizierte. Das Motto der Hilton-Motu (Insel) Party am Abend war White-Party und wir kramten unsere einzigen weissen ARC T-Shirts hervor. Per Taxi-Transfer wurden wir gerade noch rechtzeitig auf das Motu gebracht und wir bestaunten die tanzenden Mädels und die freuerfackeljonglierenden Jungs. An diesem Abend lernten wir nun Peter von der Asolare persönlich kennen. Er macht schon das zweite Mal bei der World ARC mit. Beim ersten Mal setzte er seine Yacht 250 sm vor Australien auf ein Riff, das lediglich auf der Seekarte eingezeichnet war, aber nicht auf seinen elektronischen Karten. Wer nimmt schon die Karte 250 sm vor der Küste zur Hand… Dieses Mal geht er nun von Fiji direkt nach Neuseeland und nimmt dann an der Regatta um Australien teil. E-Mails haben wir nun schon mal ausgetauscht, denn wer weiss, vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder :-)
Am zweiten Renntag zogen wir Simon zuerst den Masten hoch, denn dort war unser Genakerfall verklemmt. Danach merkten wir beim Anker lichten, dass dieser um einen Steinbrocken gewickelt war. Zum Glück war das Wasser ziemlich klar und wir wählten die richtige Richtung um uns zu befreien. Pünktlich starteten wir, jedoch diesmal bereits in der hinteren Hälfte. Konnten auch wieder einige Seemeilen mithalten und sogar eine unbekannte Yacht überholen!!! Da der Wind auf die Nase blies, mussten wir aufkreuzen und richtig kämpfen. Wir übten uns mit Vorfahrtsrecht mit der Aluyacht 24 und um 14h wurde es uns zu bunt, denn erneut hatten wir keine Chance die Zielline rechtzeitig, nicht mal unter Motor, zu erreichen. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dann im Süden von Taha’a an. Am Abend war die traditionelle Tahiti Party auf einem kleinen Motu mit wunderschönem Strand und kleinem wackligen Steg. Wir genossen ein tolles BBQ und interessante Gespräche mit den ARC Leuten.
Am dritten Regattatag war die Route einmal um die Insel Taha’a herum. Es wurde versprochen, die Zielline so zu legen, dass alle Boote diese innerhalb der Regattazeit erreichen werden. Nun das war für uns Motivation genug. Der Anfang lief auch hervorragend, denn wir überholten zwei Yachten und sausten mit dem Genaker davon. Bald wurden wir, wie immer, wieder überholt und waren das Schlusslicht. Als dann auch noch der Wind weg blieb, sank die Stimmung an Bord auf Null. Wir gaben aber nicht auf. Der Wind hatte erbarmen und frischte auf. Leider jedoch auf die Nase. Somit kreuzten wir gegen den Wind auf und fürchteten den morgigen Muskelkater nicht :-) Durch ein Steuerfehler von Wolfgang fuhren wir sogar eine 360 Grad Pirouette, denn der Wind drückte uns nach der Wende das Segel wieder auf die falsche Seite und wir konnten nicht innerhalb der Riffmarkierungen hindurch segeln. Zum Glück hatten wir genug Platz und die ganze Sache war durch Muskelarbeit wieder zu korrigieren. Unerwartet sahen wir einen Katamaran lediglich ein paar Seemeilen vor uns: den von der Rally Organisation, welcher die Zielline auf der einen Seite markierte. Mit letzten Kräften machten wir noch eine Wende und flitzen über die Ziellinie. Jubelnd überquerten wir diese! Dass nicht einmal eine Minute später das Rennen abgepfiffen wurde und wir somit wiedermal die letzte Yacht waren, kümmerte uns wenig. Stolz kamen wir zum Ankerplatz und genossen die Party und das BBQ in der Perl Farm von Taha`a.
Am letzten Regattatag wurde der olympische Dreieckskurs gefahren. Dies überliessen wir aber lieber den Profis. Wir segelten bereits nach Bora Bora um das morgige Dinghy Race des Yacht Clubs von Bora Bora nicht zu verpassen. Zur Ehre der World ARC gewann die SY Ciao trotz 500 Liter Wasser, Diesel und vielem mehr an Bord die Regatta in der Kategorie der Cruisers (und waren somit auch schneller als viele Profis). Die TPR war ein voller Erfolg, was die Parties betrifft. Die Organisation muss jedoch noch verbessert werden…
17. Mai 2010: Unser 2. Hochzeitstag :-)
Am Morgen gingen wir mit Luca (Slovenien) schnorcheln und danach bastelten wir an unseren Verkleidungen für das Dinghy Race am Nachmittag. In letzter Minute haben wir noch erfahren, dass es bei einem solchen Rennen nicht wirklich um die Geschwindikeit geht, sondern wer besser mogelt und bescheisst. Somit packten wir noch zwei Flaschen mit Seifenwasser ein um die andern hoffentlich aus dem Gleichgewicht zu bringen :-) Als Ängeli Simon und Tüfeli Silvia taten wir das Rennen an. Bereits in den ersten Metern waren wir pflotschnass gespritzt, kämpften aber um die vordersten Plätze. Der Kurs war so gewählt, dass die Langsameren die Schnelleren nach der Umrundung der Boje wieder trafen und sich mit Wasserballonen, Spritzpistolen oder einfach durch anhängen am fremden Dinghy diese bremsten. So geschah es, dass die vor uns liegenden Norweger der SY Ronja von den Tucanon-Leuten aufgehalten wurden und wir unbehelligt daneben durch sausten. Nun waren nur noch die Einheimischen im unfairen Kanu vor uns. Doch Paul die gute Seele des Organisationskomittees hüpfte kurzentschlossen ins Wasser und kenterte das Kanu. Er wollte ein spannendes Finish provozieren :-) Bei uns hängte er sich auch noch an, doch ein Fegefeuer-Dinghy auf Wolken kann man nicht so gut kentern. Wir gewannen somit das Rennen und die Kostümprämierung und wurden Member im Bora Bora Yachtclub. Das BBQ rundete den schönen Tag noch ab.
Am letzter Tag vor der nächsten Teilstrecke von Bora Bora nach Kingdom of Tonga via Suwarrow und Niue machten wir am Morgen letzte Einkäufe, besorgten Wasser und Diesel. Am Nachmittag gönnten wir uns noch eine Rundfahrt auf Bora Bora mit alten, unbequemen Fahrrädern. Die Insel mit dem Riff rundherum und den vielen Motus hat uns sehr gefallen und war definitiv unsere Besuche wert.
Um 12 Uhr Ortszeit starteten wir Richtung Cook Islands…

Wo ist der Freitag geblieben?

Montag, 07. Juni 2010

Nach 2 Tagen segeln sind wir hier im Königreich Tonga angekommen. Wir dachten, wir sind an einem Freitag angekommen, aber die Einheimischen versicherten uns, dass es Samstag sei. Weiss jemand wo dieser Freitag hin ist? Geklaut? Zeit stehengeblieben? Er fehlt uns auf alle Fälle in unserem Leben…