Archiv für Februar 2010

Tsunami auf Galapagos – 2 cm

Sonntag, 28. Februar 2010

Der Artikel über Galapagos muss noch ein wenig warten. Aber hier ganz aktuell einige Infos über den heutigen Tag:
Morgen um halb sieben sassen wir gemütlich beim Frühstück und sahen, dass alle Boote die Bucht verliessen. Wir dachten uns nix böses, da ohnehin alle ARC-Boote heute weiter nach Santa Cruz (Galapagos) fahren wollten. Ein Katamaran machte uns freundlicherweise auf die Tsunami-Warnung aufmerksam. Über Funk erfuhren wir, dass wir noch ca. 2-3 Stunden Zeit haben, bis der Tsunami, entstanden vor Chile durch ein Erdbeben, bei uns ankommen wird. Da wir natürlich nicht wussten, wie stark der Tsunami ausfallen würde, machten wir uns gemütlich auf den Weg: Zuerst mal fertig essen, dann klar Schiff (alles festmachen und fürs Segeln vorbereiten), und fuhren dann los. Wir waren ziemlich schnell in tiefem Wasser, wo uns die drohende Welle nich erreichen konnte. Da draussen erfuhren wir dann über Funk, dass die Chilenischen Behörden für Galapagos eine Wellenhöhe von ca. 2 Centimeter berechnet haben. Somit segelten wir entspannt weiter nach Santa Cruz und sind hier wohlbehalten angekommen.
Schäden hat an einigen Booten trotzdem gegeben: Die lagen in der Bucht und erfuhren trotz wenig Welle (ca 1 Meter in der Hafenbucht) eine ganz komische Strömung und stiessen mit anderen ankernden Booten zusammen. Aber das war alles nichts ernstes: es gab halt ein paar Kratzer und Dellen.
Wir geniessen weiterhin unbeschwert unsere Reise.
Bericht und Photos folgen bald.

Grenada – Bonita Springs

Donnerstag, 25. Februar 2010

7. – 13.2.2010

Von Bonaire flogen wir über Curacao und Trinidad nach Grenada, wo wir eine Nacht im Ressort „Le Phare Bleu“ übernachteten. Dieter Burkhalter kam uns persönlich am Flughafen abholen und fuhr uns in seine und Jana Canigas Marina mit 2 Restaurants (eines auf dem Schwedischen Schiff mit Leuchtturm „Västra Banken“) und 11 super schönen romantisch eingerichteten Villen. Beim gemütlichen Nachtessen erfuhren wir vieles über den Kauf der Bucht, Bau der Marina und dem Ressort und wie es ist als Schweizer in Grenada zu leben. Dieter zeigte uns das genial renovierte Leuchtturmschiff mit Restaurant und Duschen für die Yachtis und dem Marina Office. Nach einer romantischen Nacht im Himmelbett chauffierte und Dieter frühmorgens wieder an den Flughafen und wir flogen nach Miami zu Götti Kurt und Lesley.
Als erstes fuhren wir gerade zum Ocean Drive an der Miami Beach und gönnten uns einen amerikanischen Snack, der zum füllenden Mittagessen wurde. Nachdem wir ein neues Spielzeug für Simon, den iPod touch gegen seinen alten iPod mit kaputtem Akku eingetauscht hatten, fuhren wir nach Bonita Springs. Begeistert vom geschmackvoll eingerichteten Haus mit Whirlpool, begehbaren Schränken und einem riesigen Fernseher fielen wir müde ins Gästebett.
Florida ist ja bekannt für die grossen Seekühe und somit machten wir uns sogleich auf die Eco-Boat-Tour um die Manatees zu sehen. Bereits nach einer Minute konnten wir den ersten zauberhaften Manatee bestaunen und wir versuchten diesen im trüben Wasser zu photographieren. Der am Strand sonnenbadende Alligator war einiges einfacher abzuknipsen. Von den 2 Amerikanerinnen an Bord erfuhren wir, dass unweit ein kleiner Weg von dem Highway wegführt und an einem kleinen See endet, wo meistens Alligatoren und andere Tiere zu sehen sind. Natürlich probierten wir unser Glück weitere Alligatoren in den Everglades zu finden. Einen kleinen und einen grossen Alligator sichteten wir in sicherer Distanz. Auch ein Eichhörnchen flitzte vorbei, nur Schlangen konnten wir nicht finden. Am Abend gab es ein köstliches Fondue amerikanischer Art mit Äpfeln.
An einem anderen Tag gingen wir mit Götti Kurt und Lesley auf Ihr Motorboot „Stingray“. Es war ein phantastischer Tag! Wir sahen bereits in den Mangroven die ersten Delphine und als Simon raus auf den Golf von Mexico fuhr, schwammen nochmals Delphine vorbei. Bei der Einfahrt in das Backwater überraschten uns wieder Delphine. Darauf ankerten wir um gemütlich den mitgebrachten Lunch zu essen und fuhren dann mit Silvia-speed weiter in die Mangroven. Wir konnten unser Glück nicht fassen als wieder Delphine auftauchten und herum tollten. Mit roten Köpfen, trotz bedecktem Himmel und nur 15°C, schlemmten wir im Italiener mit Aussicht auf die Kanäle ein hervorragendes Nachtessen. Sandra, eine Freundin von Götti Kurt und Lesley, und teilweise auch die beiden Jungs quetschten uns während dem Abendessen über unsere Reise aus und wir erzählten natürlich gerne über das bereits Erlebte.
Am letzten Tag machten wir noch die letzten Besorgungen für die Weiterreise und genossen den Abend bei einem gemütlichen BBQ.
Vielen herzlichen Dank an Götti Kurt und Lesley für die super Woche bei Euch im kalten Florida :-)

Bonaire

Sonntag, 07. Februar 2010

25.1 – 7.2.2010

Wie könnte es anders sein… Bonaire, Niederländische Antillen, hat uns wiederum in den Bann gezogen, denn hier haben wir uns vor 3 Jahren verlobt. Für zwei Wochen wohnten wir im Studio von Hans und Jannie, unsere holländischen Freunde, welche wir in Ägypten im Awlad Baraka Camp in Marsa Alam im 2004 kennen lernten. Wir genossen mit ihnen das Entsalzen im Swimmingpool und die anschliessenden Gespräche beim Sundowner, die Tauchgänge mit Hans und das Warten mit Jannie bei Ol Blue und Karpata, die gemütlichen Nachtessen auf der Veranda, den lustigen Scoppa-Spielabend, das Erkunden der Strände im Süden, wir bestaunten das Blow Hole an der Ostküste und genossen das köstliche Abendessen im „It Rains Fishes“.
Wegen der in Massen neu auftretenden, räuberischen Feuerfischen in den Riffen um Bonaire, welche keine eigenen Feinde haben und alle kleinen Fische auffressen, startete STINAPA und CIEE, zwei non-profit Organisationen, den Workshop „How to catch and kill the lion fish!“ um die Balance wieder herzustellen (Feuerfische sind im Indopazifik zu Hause). Einige Volunteers (vorallem auf Bonaire residierenede Ausländer) und wir lernten wie diese Tiere mit den giftigen Stacheln während eines Tauchgangs gefangen werden können und sicher vom Riff entfernt werden. Leider haben wir nur bei unserem ersten Tauchgang vor dem Workshop einen solchen Fisch gesehen und bei den weiteren Tauchgängen lediglich die von anderen Tauchern angebrachten Markierungen. So konnten wir das Gelernte nicht in der Praxis anwenden :-(
Den Washington Slagbaai Nationalpark besuchten wir an einem tauchfreien Tag mit „unserem“ Auto. Wir wurden durchgeschüttelt, bestaunten die pinken Flamingos beim Fressen, Pelikane beim Fliegen und der French Angel Fish liess nicht lange auf sich warten, als wir an der Beach von Wayaka einen Erfischungsbadestopp einlegten. Kurz nach dem Ausgang des Parks sahen wir dann auch noch einen der grossen Leguane beim Sonnenbaden auf einem Gebüsch.
Weil Silvia dummerweise in der Mitte der zweiten Woche eine selbstdiagnostizierte, beginnende Gehörgangsentzündung bekam, konnten wir nicht mehr tauchen und widmeten uns intensiver der Jobsuche. Wir trafen verschiedene Personen bei CIEE und STINAPA. Mit Handkuss würden sie uns umgehend anstellen, denn Forschungsfragen und Arbeit sind sehr viel vorhanden, jedoch fehlt das Geld – wie immer! Die Option ist nun offen, dass wir ein eigenes Projekt lancieren und dafür die Gelder selbst besorgen. Die Idee hier in Bonaire zu verweilen, interessante Forschung mit Fachleuten zu machen und die Atmosphäre der Karibik täglich zu spüren, ist sehr verlockend. Diese Möglichkeit lassen wir uns offen und wer weiss, vielleicht kommen wir früher als dieses Mal wieder nach Bonaire um als Meeresbiologen zu forschen.

Bonaire ist eine wunderschöne Insel, das Tauchen ist super und Hans und Jannie geniale Gastgeber!