Archiv für die Kategorie ‘Mittelmeer bis Kanaren’

Phuket – Basel

Dienstag, 22. November 2011

5. – 13.11.2011

Die letzten Tage mit Reiner auf dem Trockendock vergingen wie im Flug. Die „Sunrise“ bekam einem neuen Unterwasseranstrich von uns und wurde von einheimischen Arbeitern poliert. Die Antriebswelle mit Stopfbuchse und Lager wurden von Simon und Reiner erneuert und Reiner hörte interessiert unsere 1´000 Geschichten der Überfahrt von Australien an. Mit TNT schickten wir unser Übergepäck nach Hause und flogen mit leichtem Gepäck am 9.11.2011 in die Heimat zurück.

Mit etwas Verspätung, weil in Berlin der dichte Nebel uns nicht starten liess, kamen wir am Abend in Basel an. Wir freuten uns sehr über das riesige Empfangskomitee mit Gross und Klein. Mit selbstgemaltem Plakat, lachenden Gesichtern und offenen Armen wurden wir herzlich empfangen. Bei einem kurzen Zusammensitzen im Flughafenkaffee erzählten wir erste Geschichten, genossen ein Rivella rot und fielen später müde in ein nicht schaukelndes Bett bei meinen Eltern in Aesch.

Gerade noch rechtzeitig kamen wir für die Herbstmesse zurück und genossen diese mit meinem Göttibueb, seinen Schwestern und Mutter. Am Sonntag wurden wir von zahlreichen bekannten Gesichtern beim Welcome Brunch empfangen. Vielen Dank an Alle für die schöne Überraschung und vorallem an meine Eltern für das Organisieren. Wir sind sehr gerne wieder zu Hause!

Bei einem persönlichen Wiedersehen erzählen wir euch sehr gerne weitere Erlebnisse von unserer Reise und zeigen euch ein paar Photos. Die Fotoalben sind schon fast alle fertig! Wir freuen uns auf eure Einladung :-)

Zu Hause angekommen

Dienstag, 22. November 2011

13.11.2011

Willkommens-Schnitzelbangg von Papi Walti Koster

Ich bi kai Maa vo lange Rede
doch hütte muess es si
ich ha versucht e baar Värsli z’dichte
und ha euch folgendes zum brichte

d’Silvia und dr Simon sinn wieder doo
do drüber sinn mir alli froh
nach über 2 Johr dur d’Wält duure goh
sinn si gsund wieder ummekoh

Uff dr Tartaruga – e Katamaran e grosse
löhn si sich übere Atlantik bloose
nur Wasser und Himmel wyt und breit
und öppe e Delphin – wo sali sait

Si seegle über 3 Wuche und gsehn kai Land
doch denn entdecke si Karibikstrand
dört göhn si go dauche und go erkunde
si hänn viel gseh und uusegfunde

Nach eme Abstächer nach Florida
foot in Equador e neus Abentür a
mit dr Sunrise – enere schigge Yacht
hänn si sich uff s’Wasser g’macht

Erschti Etappe isch Galapagos
e Naturparadies so mega gross
dort läbe Dier und Pflanze in ere Wält
fascht unveränderet – vo Mensche Händ

Die nöggscht Rieseetappe – also die zweiti
füehrt si denn in südlichi Breiti
3 Wuche seegle bis zum nöchste Land
Marquesas heisst dä schööni Strand.

Denn seegle si in der Südsee umme
glabbere Insle ab – und hänn viel Sunne
Tahiti, Bora Bora, Fiji und so Näme
mit dräume nur – dass mer dört ane käme

Für unseri zwei Meeresbiologe
gits viel z’dauche unter d’Wooge
do git’s Schildgrotte – und viel schööni Fisch
e mänge landet uff em Disch

Australie isch ihr nöggscht Zwüscheziel
s’seegle wird ene langsam z’viel
si stiige vo dr’Yacht – um in e Camper
und wärde nach 10 Moonet – eifach zue Trämper

Do erkunde si dr Norde – und denn ab dur d’Mitti
abe in Süüde – in dääre droggene Wyti
doch kuum sinn si duure – gits im Noorde Rääge
e sooviel – dass es nümme isch e Sääge

Neuseeland ligt nääbe dra – im Oschte
also hopp e Abstächer – in e Fluugi ine moschte
uff Räder hänn si s’Land erkunde dörfe
zwüsche ine sinn si au go surfe

Vorhär e Aerdbebe – Christchurch hets geschüttlet
dehaim hämmer zitteret – doch an de Plän wird nit grüttlet
und au nochhär no eins – e soone Glück
denn sinn si scho wäg – e grosses Stück

Denn kunnt vo Australie no der Weschte
bi Kenner g’hört Perth halt eifach zum Beschte
in d’Schuel gange isch d’Silvia do früener scho
het änglisch büfflet um wieder z’koh

Mit eme schnälle Flug quer uff Mackai zrugg z’Nacht
sinn si nach 8 Moonet wieder uff dr Sunrise – ihrer Yacht
jetzt sin si Skipper und Boss uff däm Schiff
hänn sälber Verantwortig – z’ramme kai Riff.

Si seegle wyter via Cairns gege Nordweschte
Indonesie bim dauche go teschte
in Bali – d’Insle vo ihrer Hochzytsreis
spanne si uus – und hänn immer no kai Mais.

Si bsueche e Uffzucht station uf Borneo
wäge däne Orang Utans sinn di do ane ko
die kömme noch und frässe Banane
ein goot der Silvia bis an d’Hoose aane

Denn seegle si wyter Richtig Singapur
si hänn Zyt und bruuche kai Uhr
dert hoole si dr Sievi vom Flugi ab
uff dr Sunrise wird der Platz nit knapp

Dä neu Matroos legt tüchtig Hand aa
und het sogar au no dr Plausch dra
au uff e Mascht uffe glätteret isch er – uff dränge
het d’Ussicht gnosse, s’het em nit welle länge

Bis Langkawi uffe – dr Küschte entlang
sinn si gseeglet – stundelang
und hett der Wind wiederemol nid welle
hänn si miesse der Motor aastelle

Bis Phuket isch denn die letschti Etappe
do sinn si scho wieder ohni Babbe
mit Rebi und Dani goht’s au zum dauche
e böses Wätter duet si heftig schlauche

In Phuket isch denn doch gli Schluss
sie düen bestiige – e Berliner Airbus
und düse wieder Richtig Schwyz
drum fiire mer zämme hütt e bitz.

Gran Canaria – La Gomera

Samstag, 21. November 2009

Nach dem Putzen der Wiki, innen und aussen, wurden wir am 8.11.2009 von Joachim im Hafen von Las Palmas abgeholt und zur Tartaruga gebracht, unserem neuen Heim für die nächsten 8 Wochen oder mehr. Bereits am nächsten Tag gingen wir auf grosse Shoppingtour. Der Proviant für 3 Wochen Transatlantik plus eine Reservewoche muss frühzeitig geplant und Stück für Stück, je nach Muskelkraft, eingekauft und gebunkert werden. Am 11.11.2009 segelten wir dann mit einer schon ziemlich beladenen Tartaruga los in Richtung Nordwesten von Gran Canaria. Wir ankerten in der Bucht von Sardina, welche wir jedoch nie bei Tageslicht sahen, denn bereits am nächsten Morgen in der Früh segelten wir weiter nach Las Galettas, Teneriffa, wo wir wiederum in einer Bucht vor dem Hafen ankerten. Als erstes sprangen wir natürlich in das klare Wasser und schnorchelten herum. Auf dem Sandgrund war jedoch nicht viel zu sehen, ausser dass der Anker gut eingegraben war und deshalb beschlossen wir das Städtchen zu besichtigen. In den Tauchshops erkundigten wir uns über die Möglichkeiten die dortige Unterwasserwelt zu betauchen. Preis und Artenvielfalt waren jedoch nicht überzeugend und vor allem werden wir in der Karibik diesem Hobby ausgiebig frönen. Somit stocherten wir zusammen mit Winnie im Litoral nach Meeresgetier und fanden zu unserer Überraschung zahlreiche Seehasen, sowie viele bekannte andere Tier- und Pflanzenarten. Die weissen Seehasen wurden kurzerhand zu Schneehasen umbenannt.
Nachdem Joachim den Backbord-Motor repariert hatte und der Wind wieder einigermassen günstig war, segelten wir weiter. Eigentlich wollten wir bis San Juan, jedoch machten uns die grossen Wellen und der Wind auf die Nase zu schaffen und deshalb änderten wir unseren Plan und segelten mit Wind und Wellen ein paar Meilen zurück nach Los Cristianos. Das obligatorische Schwimmen durfte natürlich nicht fehlen und deshalb beschlossen wir unsere Schwimmsäcke mit Tuch und T-Shirt zu stopfen und an den Strand zu schwimmen. Entlang der Strandpromenade schlenderten wir von Shop zu Shop, Winnie kaufte sich ein T-Shirt und wir die nötige Sonnencrème. Nun sprangen wir wieder ins Wasser gegen die überschlagenden Wellen zur Tartaruga zurück. Die Wellen wären super gewesen, hätten wir doch nur ein Surfbrett gekauft! Bei Sonnenuntergang nutzten wir die Gelegenheit uns auf der Badeplattform (0.5 m² ) zu duschen: Haare einschamponieren, ins Wasser springen, auf die Plattform klettern, Körper einseifen, ins Wasser springen, auf die Plattform klettern und mit einer sonnengewärmten Flasche Süsswasser abspülen. Bei köstlichem Abendessen und anschliessendem UNO spielen verging die Zeit schnell.
Am nächsten Tag segelten wir nach San Juan. Bereits nach 1h begrüssten uns Pilotwale aus der Ferne.
Heute sind wir nun in San Sebastian, La Gomera, angekommen und werden noch die allerletzten Vorbereitungen für die Transatlantiküberfahrt machen. Die Tartaruga ist innen und aussen geputzt, das Holz frisch lackiert, Dinghi eingepackt und die Wäsche gewaschen.

Morgen gehen wir noch ein letztes Mal Lebensmittel einkaufen, vorallem auf den Markt frisches Gemüse und Obst – dann geht es los in die Karibik! Wir werden Richtung SW den Kapverdischen Inseln entgegen segeln. Dann mit Hilfe des Passatwindes und der Äquatorialströmung nach Westen den Kurs ändern und Barbados ansteuern.

Rabat – Gran Canaria

Montag, 09. November 2009

Von Rabat, Marokko, nach Las Palmas, Gran Canaria

Bis zum 2. November wurden wir wegen zu grossen Wellen im Hafen von Rabat festgehalten. Dann ging es los. Wegen der Verspätung mussten wir leider Lanzarote auslassen und die 530 sm direkt nach Gran Canaria in Angriff nehmen. Am Anfang mussten wir noch motoren, doch dann kam der Wind und wir konnten die Segel setzen. Schon bald nahm der Wind so stark zu, dass wir reffen mussten. Dies bedeutet, dass wir das Segel mit Extraleinen nach unten zogen, deshalb die Segelfläche verkleinert wurde und somit konnten wir trotz dem starken Wind sicher weiter segeln. Bereits nach 4h sahen wir in ca. 200m Entfernung kochendes Wasser, was sich als eine grosse Schule von ca. 150 Delphinen entpuppte! Dank dem Teleobjektiv konnten wir die spritzenden, aus dem Wasser springenden Delphine auf diversen Photos als unscharfe Erinnerung festhalten.

Durch die Nacht waren natürlich wieder Nachtwachen angesagt. Die erste Schicht von 22 bis 1 Uhr morgens übernahm Silvia. Gerade noch rechtzeitig vor dem Schichtwechsel kamen ca. 10 Delphine ans Boot um Silvia gute Nacht zu wünschen und Simon für seine Schicht bis 4 Uhr zu begrüssen. Sie begleiteten uns für 15 Minuten und verschwanden wieder ins Dunkle. Für die letzte Schicht bis 7 Uhr war Reinhard an der Reihe und wurde dann von Silvia abgelöst. Irgendwann später wurde nach Lust, Laune und Müdigkeitszustand abwechselnd Ausschau nach entgegenkommenden oder kreuzenden Schiffen und ganz wichtig, nach Walen gehalten. Dann kam der grosse Tag und wir wurden in die Kunst des Parasailors eingeführt. Der Wind kam von Hinten und somit ideal für den gewünschten Kurs nach Gran Canaria. Die Leinen legten wir aus, hakten das obere Ende des Parasailors ein und zogen das 140 m² grosse Segel nach oben. Mit bis 8-10 kn segelten wir dem Sonnenuntergang entgegen.

Bereits am nächsten Tag hatten wir das Glück erneut von Delphinen besucht zu werden. Es waren ca. 15 gestreifte Delfine (Stenella coeruleoalba), welche auf unseren Bugwellen surften. Etwa eine Stunde konnten wir das Schauspiel beobachten, bevor sie verschwanden. Der Wind nahm nun stetig zu und wir gleiteten mit 10-12 kn dahin. Die Spitzengeschwindigkeit von 16.4 kn erreichten wir beim herunter surfen einer grossen Welle. Wir sind also die meiste Zeit mit Fahrradgeschwindigkeit von 22 km/h (12kn) unterwegs gewesen. Es ist erstaunlich, wie weit man mit dieser relativ langsamen Geschwindigkeit kommt, wenn man genügend Zeit hat.

Nach 5 Tagen non-stop segeln kamen wir in Las Palmas, Gran Canaria, an. Wir ankerten in der Bucht neben der Marina und schliefen tief und fest bis in die Morgenstunden. Nun freuen wir uns auf unsere nächsten Abenteuer über den Atlantik mit der Tartaruga, Joachim, Silvia und Winnie.

Gibraltar – Rabat

Samstag, 31. Oktober 2009

Letzten Samstag sind wir nach 31 Stunden und 157 sm, davon 57 gesegelt und leider 100 unter Motor, in Rabat, Marokko, angekommen. Der Wind war 5-12 kn stark, teilweise konnten wir mit bis zu 9 kn Geschwindigkeit über das Meer gleiten. Die Strasse von Gibraltar durchquerten wir bei Tageslicht und hielten fleissig Ausschau nach Walen. Lediglich riesige Frachtschiffe waren zu sehen, welche im vorgegebenen Fahrwasser der Meeresenge in sicherem Abstand uns überholten. In reichlich Abstand zu Afrika segelten wir mit gerade genügend Wind im Rücken Südwärts.

Die Einfahrt in die Marina von Rabat war eher abenteuerlich, denn die Marina ist neu und war nicht auf unserer Karte eingezeichnet. Ein Schlauchboot kam uns abholen und lotste uns in den Fluss Bouregreg. Auf den Wellen surfend gelangten wir an den Steg für das Einklarieren. Eine Ärztin kam an Bord und wollte wissen, ob wir Fieber oder andere Krankheitszeichen haben. Auch der Drogenhund beschnüffelte das Boot und x-Formulare mit immer den gleichen Angaben mussten ausgefüllt werden… Dann fielen wir alle ziemlich kaputt in die Kojen, in das 1.5 m breite Bett.

Am nächsten Morgen gingen wir auf Entdeckungsreise in die Medina (Altstadt) von Rabat. Ein farbenfroher und üppiger Markt erwartete uns mit vielen einheimischen Produkten zu einem Spottpreis. Ein Brot kostet 1 Dirham=15 Rappen, sowie vieles Andere auch. Weil die Wind-Prognose für die kommenden Tage nicht gut war, informierten wir uns über eine nahe gelegene Stadt und besuchten somit Meknes. Die Zugfahrt von 2.5h war angenehm. Im Vergleich mit Rabat war Meknes einfach ein bisschen hektischer. Auf dem grossen Platz vor dem Eingangstor verköstigten wir uns und ein netter Marokkaner bot Reinhard an Mekneswein für Ihn zu organisieren, denn wir wurden nicht fündig. Er fuhr mit den 100 Dirham los und kam nach den versprochenen 5 Minuten natürlich nicht wieder. Nun die eine Möglichkeit war, dass die marokkanischen 5 Minuten nicht unseren entsprechen oder er mit dem Geld über alle Berge ist. Wir entschieden uns das Treiben auf dem Platz noch ein wenig zu bestaunen und oh Wunder, der Marokkaner kam doch tatsächlich mit 2 Flaschen Rotwein zurück! Er wollte dann von Reinhard aber noch Benzingeld für das Motorrad, was natürlich nicht abgemacht und völlig überteuert war. Mit diesen vielen Eindrücken einer weiteren marokkanischen Stadt gingen wir per Zug zurück zum Schiff.

Nordin, unser persönlicher Reiseleiter am Mittwoch, zeigte uns die Sehenswürdigkeiten in Sale, der Nachbarstadt von Rabat, wo er aufgewachsen ist. Wir besuchten die Piratenburg mit Ausblick auf das offene Meer, Schreinerei, Weberei, Teppichmacher, Wollfärberei sowie die Koranschule und Bibliothek. Zum Ausruhen setzten wir uns in eine typische Teestube und tranken Zitronenmelissentee, das Nationalgetränk neben Kaffee. Mit müden Beinen und harten Preisverhandlungen am Schluss gingen wir zurück zur Wiki und liessen den Abend ausklingen..

Gestern organisierten wir alles für die geplante Abfahrt von heute, denn der Wind sei gut um weiter nach Lanzarote zu segeln. Tja, alles kam anders, denn wegen zu grossen Wellen ist der Hafen geschlossen. Diese brechen in der Flussmündung und lediglich Surfer haben ihren Spass daran. Auch die Fischer dürfen/können nicht raus und sitzen wie wir leider hier fest. Wir hoffen morgen raus zu kommen und den momentan guten Wind zu die Kanarischen Inseln nutzen zu können.

Aguadulce bis Gibraltar

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Während dem Warten auf die Wetterfront zermarterten wir unsere Köpfe, wann wohl guter Wind kommt. Bisher hatten wir wenig Wind und mussten auf eine Antwort der Werft warten, bezüglich einer kleinen Reparatur am Schiff. Die Aussichten zeigten Wind an, aber von vorne (Westen) mit Regen. Als dann die Antwort am Montag Morgen von der Werft kam, konnten wir Entscheidungen treffen: Wir fahren los, gegen Wind und Wellen, damit wir das ganz schlechte Wetter in Gibraltar ausharren können. Von da aus können wir dann schnell den besseren Wind im Atlantik erreichen.
Wir fuhren los am Dienstag Mittag unter Motor gegen Wind von West mit 12 Knoten Stärke. Gegen eins in der Nacht erreichte uns der erste Regen und der Wind nahm zu auf bis zu 22kn von Südwest, genau auf die Nase. Zu Beginn machten wir noch etwas über 7kn Fahrt, jetzt waren es nur mal gerade 3,5kn.
Kaum hat der Tag begonnen und wir genossen die ersten Sonnenstrahlen, begrüssten uns die ersten Delphine im Mittelmeer. Sie spielten vor dem Boot und genossen die Bugwelle, kamen dann nach Backbord kurz schauen wer wir sind und verschwanden wieder. In der Ferne sahen wir den einen noch aus dem Wasser in die Höhe springen und dann waren sie wirklich weg.
Nach 27 Stunden Fahrt unter Motor erreichten wir endlich Gibraltar, etwas müde und durchgekühlt und ganz froh die erste unschöne Etappe hinter uns zu haben. Nach einem guten Abendessen legten wir uns erst mal schlafen.
Am Donnerstag trotzten wir dem schlechten Wetter, das aber gegen Mittag besserte. Somit machten wir uns auf die Pirsch und schauten uns den Felsen mal an. Leider war die Luftseilbahn wegen starken Windes ausser Betrieb und wir mussten gezwungermassen eine Bustour buchen. Die war ganz nett und informativ und wir kamen noch bei Tageslicht zurück zum Boot, gingen dann zum Inder essen.
Nach gründlichem Studieren der Wetterdaten entschieden wir uns Morgen bei guter Tide auszulaufen, die Strasse von Gibraltar zu passieren und dann nach Süden zu halten um den besten Wind der nächsten 7 Tagen zu erwischen, der uns hoffentlich bis nach Rabat (Marokko) bringt. Auch auf dieser Strecke werden wir wieder gegen 24 Stunden unterwegs sein, diesmal aber hoffentlich auch mit Segelunterstützung.

Unsere Weltreise hat begonnen

Sonntag, 18. Oktober 2009

Gestern ging´s los: wir sind auf unsere Weltreise gestartet!

Nach 2,5 Stunden Flug landeten wir in Malaga bei 23°C Lufttemperatur und fuhren ohne Probleme mit unserem Mietauto in Richtung Almeria. Um 19:44 Uhr sahen wir dann das erste Mal das Meer! Voller Vorfreude kurvten wir der Küstenstrasse entlang, dem Starthafen entgegen. Nach 2,5 Stunden Autofahrt erreichten wir den Hafen von Aguadulce (direkt neben Almeria) und fanden nach kurzem Suchen auch Reinhard und sein Schiff Wiki.

Nach einer sehr angenehmen Nacht im grosszügigen Doppelbett und ohne Schaukeln genossen wir unser erstes Frühstück. Und dann war das obligatorische Willkommens-Schwimmen angesagt: Nun sind wir am/im Meer angekommen.

Der Anfang verlief reibunglos und wir planen die Route für die nächsten Tage und sehen schon mal eine Wetterfront kommen. Sicherheitsschulung an Bord haben wir vom Skipper Reinhard erhalten und weitere Schulungen werden folgen: Wir sind bald bereit und stechen Morgen in See. – Zuerst noch das Mietauto zurückbringen und die beste Tapas-Bar von Almeria auskundschaften, wo wir die spanischen Spezialitäten geniessen werden.

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